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Mobilfunk Bürgerforum e. V. - eigene Recherchen
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  Datum: 2003-07-22  
  Kategorie: Presse  
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Klare Worte eines evangelischen Pfarrers zum Thema Mobilfunk

Lesen Sie selbst im nachfolgenden Original-Auszug des Schreibens von Pfarrer Matthias Engelbrecht an drei Kirchenobrige:

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Einleitender Kommentar des Mobilfunk Bürgerforums:

Bistümer, Diözesen, Bischöfe sowie viele einzelne Kirchgemeinden werden zur Zeit wieder intensiv von den Mobilfunkbetreibern und deren Helfershelfern aufgesucht, dessinformiert und mit großen Geldbeträgen geködert, um noch weitere ihrer gesundheits-schädigenden Mobilfunksendeanlagen in den Kirchtürmen unterzubringen. Heftige Auseinandersetzungen mit der Basis, oft begleitet mit Massenaustritten aus der Kirche sind die Folge.

Dagegen wehrt sich zum Beispiel auch der evangelische Pfarrer Matthias Engelbrecht aus Flomborn (Deutschland) in einem Brief, gerichtet an drei Kirchenobrige mit sehr klaren Worten.

Die letzte Seite seines 4-seitigen Briefes können Sie nachfolgend im Original lesen. Ein Text, über dessen Inhalt sich nicht nur die evangelischen Kirchenvertreter, sondern auch die katholischen Pfarrer, Bischöfe und Kirchenvertreter künftig deutlich gründlichere Gedanken machen sollten.


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Auszug des Original-Schreibens von Pfarrer Matthias Engelbrecht vom 17.07.2003:



Sehr verehrter Herr Bischof Dr. Nussinghoff

Ich bitte Sie sehr, Ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass solche Perversionen, wie Zweckentfremdungen von Kirchtürmen künftig unterbleiben. Die Kirche lebt nicht vom Vertrauen auf materielle Güter (Einnahmenzuwächse), sondern ist ein Geschöpf des Geistes, eine "creatura verbi". "Geht hinaus in alle Welt und predigt aller Kreatur das Evangelium..."

Es wäre für viele gläubige Menschen eine große Enttäuschung, wenn sie nach und nach erkennen müssten, dass ihre Kirchenleitungen und Bistümer einen Pakt mit den Mächtigen geschlossen haben ...

Die Wahrheit lässt sich auf die Dauer nicht verhindern. Dafür arbeiten bereits zu viele Leute an der Aufdeckung, als dass dies noch verhindert werden könnte. In der BR3 -Fernsehsendung am 17.6.2003 mit dem Titel "Die Kirchen und der 17. Juni" wurde das damalige Verhalten der Kirchenspitzen wörtlich wie folgt beurteilt: Die Kirche hat sich nicht offiziell beteiligt, aber die Christen haben sich beteiligt, und die Christen sind die Kirche!"

Die Zukunft wird weisen, welch Geistes Kind die Kirche ist, nämlich des GEISTES Kind. Ich habe großes Vertrauen in die Christen der heutigen Zeit, weil eben doch eine große Anzahl von Menschen sich als Kinder des Lichtes, als Schwestern und Brüder unseres gemeinsamen Herren begreift, der von sich sagt, er sei "der Weg, die WAHRHEIT und das Leben". Jesus sagt: "Die Wahrheit wird euch frei machen!"

Kurzfristige, von ökonomischen Interessen geleitete Entscheidungen dienen nicht der Zukunft der Kirche. Ich hoffe, dass auch die Bistümer und Kirchenleitungen ihren Beitrag dazu leisten, dass viele Menschen zur Wahrheit finden und auch gegen den Zeitgeist mutige Zeugen und Nachfolger Jesu Christi seien.

Und ich wünsche mir, dass die Gemeindeglieder (und auch die bereits aus diesem Grunde Ausgetretenen, zumeist von der Kirche Bestrahlten) Vertrauen zu ihren Bistümern und Kirchenleitungen haben können. Es gibt schon zu viele, denen durch Untätigkeit der Kirchenspitzen und durch Genehmigung von o.a. Verträgen ihre geistige Heimat genommen wurde. Eine Kirche, die die finanziell belohnte Bestrahlung von Menschen für normal und rechtens hält, versündigt sich am 5. Gebot. Und selbst ökonomisch "rechnet" sich das nicht.

In allen Fällen, in denen gegen den Widerstand der Betroffenen an der Bestrahlung fest gehalten wurde, sind die Einnahmenverluste durch Austritte heute größer als der Judaslohn des Betreibers. Die Einzelgemeinden spüren das nur deswegen nicht direkt, weil das Bistum / die Kirchenverwaltung als Geldverteil-Organisation dazwischen geschaltet ist.

Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir noch viele Menschen der Kirche entfremden.
Wir verletzen den Leib Jesu Christi (1. Kor. 12). Das darf nicht sein.


Ich bitte Sie, diesen Brief zu beantworten.

Mit freundlichen Grüssen
Matthias Engelbrecht, Pfarrer.


 

    
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