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Bundesverband gegen Elektrosmog e. V. , Politische Sprecherin: Dr. Birgit Stöcker, Herzog-Arnulf-Str. 43, 85604 Zorneding bei München
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  Datum: 2002-04-25  
  Kategorie: Gesundheit  
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Beeinflussung der Gesundheit durch Mobilfunk
Ausarbeitung des Bundesverbands gegen Elektrosmog e. V.



1. Elektroschädigungen

Elektromagnetische Felder bedeuten ein Risiko für alle, sowohl für jung als auch alt, für Gesunde und Kranke.
Das wird z.B. belegt mit einer Auswertung vor 1500 russischen Studien durch Prof. Hecht, Charite Berlin,
1996/97 im Auftrag des Bundesamtes für Post und Tele-kommunikation Mainz (siehe Anlage). Diese Studien
weisen nach, daß bei allen Zivilisationskrankheiten der Moderne, "Elektrosmog" ursächlich mit beteiligt ist.
Aufgrund eines Belastungsmixes aus der Umwelt mit Schwermetallen, chemischen Substanzen, Allergenen,
Pilzen, Viren, Bakterien und Elektrizität kommt es zu

- Störungen im Nervensystem
- Herz-/Kreislauferkrankungen
- Hormonstörungen
- Beeinflussung des Immunsystems
- Veränderungen des Stoffwechsels
- genetischen Effekten sowie
- vermehrtem Zellwachstum

Nachdem diese Erkrankungen in den letzten Jahren explodieren, kann man daraus schließen, daß der Mobilfunk,
als neuer großer Umweltbelastungs-faktor, die "Fässer zum Überlaufen bringt". Auch die genannten russischen Studien gehen bereits auf die gepulste Hochfrequenz ein und beschreiben diese als gesundheitlich besonders aggressiv, mit ganz bestimmten biologischen Effekten.

Nur wenige sterben heute an Altersschwache, in der Regel erkranken sie zuvor. Demnach ist es nur eine Frage
der Zeit, wann dieser Belastungs-mix zur Beeinträchtigung der Gesundheit führt. Es gibt genügend wissenschaftliche Hinweise, dass gerade der Mobilfunk die anderen Belastungsarten synergistisch verstärkt.


2. Elektrofühligkeit

Seit 1999 sprechen die Bundesministerien von 4 % Elektrosensiblen, die eine besondere Elektrofühligkeit besitzen und/oder Sofortsymptome entwickeln, sobald sie mit einer Strahlenquelle in Kontakt stehen. Die Zahl wächst mit vermehrter Technologisierung aller Lebensbereiche, insbesondere der steigenden Nutzung des Mobilfunks und entsprechendem Aufbau der Sendersysteme, so daß man heute bereits von 6 - 10% sprechen kann.
Die Dunkelziffer ist sehr hoch.

Bei diesen elektrosensiblen Menschen liegen in der Regel neurologische (neurotoxische) Erkrankungen vor, wie Polyneuropathie, Enzephalopathie, evtl. auch Epilepsie, Multiple Sklerose, chronische Meningitis, usw. In der Anamnese werden immer starke Zahnmetallbelastungen genannt, die zur Schädigung von Nervenzellen führten. Hieraus ergibt sich die hohe Sensibilität im Sinne einer verstärkten Wahrnehmung elektromagnetischer Felder.

An den einzelnen Nervenzellen kann u.a. beobachtet werden:

- ein Schaden am Axon (als Folge einer Intoxikation, z.B. mit Amalgam)
- der Abbau des Myelins (z.B. bei Multipler Sklerose)
- die Verlagerung des Fibrillarins in den Nucleolus (durch Quecksilber aus Zahnamalgam)
- eine Zellsklerose (durch Umweltgifte)
- erhöhte Sensibilität der Paccini-Lamellen-Körperchen (zuständig für die Wahrnehmung von Vibration)
- eine Linderung der Cholinesterase (und damit eine Erhöhung des Acetylcholins/in der Folge eine
verstärkte Erregbarkeit der Nervenzellen)
- neurogene Entzündung (durch Xenobiotika-Suszeptibilität mit u.a. Freisetzung der Substanz P).

Interzellulär wird diskutiert:

- eine Immundysregulation (aufgrund von chemischen Vorschädigungen)
- eine Kommunikationsstörung (etwa als "Information" aufgrund galvanischer Ströme aus Zahnmetallen).

Zu beachten ist, daß eine geringgradige neurologische Erkrankung, mit der normal gelebt werden könnte,
durch Mobilfunk oft eine immense Verstärkung bekommt, so daß eine hohe Beeinträchtigung der Gesundheit
erfolgt, die z.T. zur Berufsunfähigkeit und persönlichen Isolation führt.


3. Der Weg der Erkrankung

Prof. Hecht beschreibt in seiner Auswertung von 1500 russischen Studien, das Nervensystem als das
empfindlichste System des Organismus gegenüber elektromagnetischen Feldern. Hier liegen die
Sensoren, die Strahlung registrieren können. Werden z.B. auf der Ebene der Zellmembran von Neuronen Veränderungen ausgelöst, wie dies in Studien international beschrieben ist, kann man das Zusammenwirken
von Zelle und EMF erklären. Dabei können die Störungen im Nervensystem, Änderungen in anderen Funktionssystemen / Organen auslösen. D.h. der Weg beginnt mit einer Wahrnehmung durch Nervenzellen (Sensibilität), führt zu Elektroschädigungen und letztlich zur Strahlenkrankheit bis hin zum Tod.

Elektrofühlige, die bereits eine neurogene/neurotoxische Vorschädigung haben, sind natürlich besonders
gefährdet. Bei Ihnen kommt die Elektroschädigung/-erkrankung schneller zum Ausbruch.

Entsprechend brauchen sie verstärkt den Schutz durch Vermeidung elektromagnetischer Felder.


4. Fazit

Die Gesellschaft muß lernen, mit den Gefahren der Elektrotechnik sinnvoll umzugehen. Z.B. sind Handys
kein Spielzeug und gehören nicht ins Kinderzimmer. Diskutiert werden muß auch die Rücksichtnahme
gegenüber den Mitmenschen. Daß jeder Zweite die Waffe Handy in der Tasche trägt und "Krieg aller gegen
alle" spielt, kann nicht Ziel einer an Umwelt und Gesundheit orientierten Zukunft sein. Vor allem müssen Mobilfunkbetreiber intensiv an der Entwicklung neuer gesundheitsverträglicher Technologien arbeiten.

Sendersysteme wie GSM und UMTS gehören sofort eingestellt.



Stand: Frühjahr 2002

 

    
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