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  Datum: 2006-02-15  
  Kategorie: Technik  
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Handys: Bis zu 75 % der Sendeleistung wird vom Kopf aufgenommen
TCP-Wert ergänzt SAR-Wert

Die schwedische Arbeitsschutzorganisation TCO Development reklamiert Mitte 2003 die miserable Hochfrequenzabstrahlung von Handys. Ein Test von fünf gängigen Handys der Marken Nokia, Motorola, Samsung, Siemens und Sony/Ericsson hatte ergeben, dass 60 % bis 75 % der abgestrahlten Sendeleistung nicht für die Gesprächsverbindung mit der Basisstation zur Verfügung steht, sondern vom Kopf des Handynutzers aufgenommen wird.

Keines der getesteten Handys hat das TCO’01-Siegel der Organisation erfüllt. Dieses Siegel, es wurde im Herbst 2003 verschärft, erlaubt u. a. einen SAR-Wert von max. 0,8 W/kg sowie einen TCP-Wert von min. 0,3 W. Der TCP-Wert (Telephone Communication Power) nennt die Sendeleistung, die ein Handy nutzbringend für Gesprächsverbindungen verwendet. Je höher der TCP-Wert, desto besser. Die Vermutung, externe Antennen stünden stets für bessere TCP-Werte, bestätigte sich nicht. Das getestete Samsung-Handy konnte als einziges den geforderten TCP-Wert im 900-MHz- und 1800-MHz-Frequenzband überschreiten, patzte aber beim SAR-Wert

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Mit Kunstkopf SAR-Werte jetzt in Echtzeit messen

Der SAR-Wert eines Handys (spezifische Absorptionsrate) ist ein Mass für dessen biologische Verträglichkeit. Je kleiner der Wert, desto besser: Erlaubt ist für Handys ein max. SAR-Wert von 2 W/kg, einen Blauen Engel für Strahlungsarmut gibt’s ab 0,6 W/kg und als Vorsorgewert sind 0,2 W/kg im Gespräch. War die Ermittlung des SAR-Werts bislang zeitaufwendigen Labormessungen vorbehalten, so ist dies (wenn es nicht auf höchste Genauigkeit ankommt) mit dem neuen mobilen SAR-Meter ESM-120 jetzt sofort und überall möglich, z. B. in Klassenzimmern oder bei Infoveranstaltungen zum Thema Mobilfunk. Das Gerät, das gemeinsam von der Firma Maschek Elektronik (www.maschek.de) und vom Bayerischen Landesamt für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik entwickelt wurde, verwendet einen Kunstkopf, in dem eine spezielle Flüssigkeit das Gehirngewebe nachbildet. Mittendrin befindet sich ein Hochfrequenzsensor, der ständig die momentan absorbierte Leistung misst.

Auf diese Weise lässt sich zeigen, wie der SAR-Wert im Verlauf eines Handy-Telefonats z. B. schon dann ansteigt, wenn die Handy-Antenne unbeabsichtigt mit der Hand abgeschirmt wird (2003, www.izgmf.de).

Technische Daten des ESM-120
Frequenzbereich: 900 MHz, 1800 MHz
Messbereich: 0,001 W/kg bis 20 W/kg (gemittelt über 1 g Gewebe gemäß ANSI C95.1-199)
Auflösung: 1 mW/kg
Messfehler: ±30 % (typisch ±10 %)
Messschreiber: Aufzeichnung mit Hilfe eines Windows-Programms
Batterien: 6 Stck. Mignonzellen

 

    
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